Reis und Miso - Suppe zum Frühstück
Münchner Pfadfinder erkunden Japan vom 29. Mai bis
zum 13. Juni 2004
Konnichi-wa: Mit diesem Gruß reisten 18 junge Leute
aus fünf Münchner Pfadfinderstämmen – von den Bären
aus Neuried, den Bussarden Süd aus Germering und West aus Solln,
den Truderinger Cosuaneten und den Steinadlern aus Sendling nach Japan,
mit der Frage läuft das Leben in Japan anders ab als in Deutschland?
Die ersten Tage des zweiwöchigen Aufenthalts verbrachten die 16-
bis 26-Jährigen in Gastfamilien und lernten japanisches Familienleben
und einen fernöstlichen Tagesablauf samt ungewohnter Speisen kennen:
Ein typisch japanisches Frühstück besteht aus Reis und Miso-Suppe
(mit Sojapaste, Tintenfischstreifen Seetang und Gemüse), ergänzt
durch kalten Spargel mit Ketchup und Mayonnaise, Käse, Wurst, Spiegelei
mit Salat, Toast mit Marmelade, grünen Tee. Zum Lunch bekamen die
Pfadfinder von den Gastfamilien Reisecken mit Fisch oder Hühnchen
in Seetang eingepackt. Zum Abendessen probierten sie entweder Sushi
oder eine Spezialität von Hokkaido (Lammfleisch zum selber Anbraten
mit Sojasprossen und Chinakohl) probieren.
Gleich am zweiten Tag stand der Empfang bei Sapporos Bürgermeister
Fumio Ueda auf dem Programm, wo sie auch das Gastgeschenk der Stadt
München und das Grußwort von Christian Ude überbrachten.
Danach tauchten sie wieder in den japanischen Alltag ein – im
wahrsten Sinn des Wortes: Die japanischen Pfadfinder zeigten ihnen auf
Hokkaido eine in Japan weit verbreitete Badeanstalt, genannt „Onsen“,
die keine Duschen hat, sondern man wäscht sich im Sitzen in einem
Gemeinschaftswaschraum und legt sich anschließend in ein heißes
Wasserbecken zum Entspannen. Wer sich dabei zu viel bewegt, schwitzt
sofort.
Höhepunkt der internationalen Jugendbegegnung war ein gemeinsames
Zeltlager mit den japanischen Pfadfindern. Dort konnten sich die Gäste
aus dem fernen Deutschland mit den einheimischen Jugendlichen austauschen.
Dabei stellten sie schnell fest, dass die Gebräuche sich auch bei
den Pfadfindern stark von den deutschen Abläufen unterscheiden:
Für die japanischen Pfadfinder beginnt der Tag mit einem Gang zu
einem Shinto-Schrein und einem anschließenden Morgensport im Tempelpark.
Erst danach gibt es Frühstück.
Nach zwei Wochen in Japan hatten die Münchner Pfadfinder viele
neue Freunde gefunden, die auf einen Gegenbesuch im kommenden Jahr in
München hoffen. Dann heißt es wieder an einem Flughafen:
Konnichi-wa!
hoerby
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