Herbstgeländespiel vom 3. - 7. November 2010
Die Narben sind fast verheilt, die Erinnerungen beginnen zu verblassen, es wird Zeit niederzuschreiben.
"Verplant" kann auch Spaß machen, aber in schwärzester Nacht ohne Orientierung auf einem Berg im Wald, der leider nicht nur sehr dicht bewachsen war mit Sträuchern und anderen Dornengewüchsen, sondern auch noch jede Menge meterhohe Brennnessel hatte, die einen lieblich daran erinnerten, die Hände nicht zu tief zu halten, ja da fragte man sich schon nach einiger Zeit, ob es so klug gewesen war, den schönen Weg zu verlassen, der zwar in die falsche Richtung geführt hatte, aber dafür konnte man immerhin sehen worauf man trat.
Übelst verspätet also, und leicht gespannt was noch kommen würde, erreichten wir das Hauptlager auf dem ein Megaset (man möge es auch Theaterjurte nennen) stand. Natürlich war das kein gewöhnliches Megaset. Nein, es war die versprochene Zeitmaschine, die sie an uns austesten wollten.
Gesagt, getan. Durch die Zeit reisend stießen wir auf einen Meteoritenschauer und landeten mit kaputten Navigationsgeräten in einer unbekannten Zeit.
In zwei Teams aufgeteilt sollten wir separate Lager aufschlagen und mussten dafür erst einmal eine viertel Stunde wandern. Kurz vor dem gedachten Lagerplatz fanden wir Zeltmaterial, das wir weitere fünf Minuten schleppen mussten. Endlich angekommen und gerade am ausdiskutieren wer welche Aufgaben übernehmen sollte, kam uns jemand vom Hauptlager besuchen und meinte: "Tja Leute, leider haben wir soeben erfahren, das der Förster dieser Nächte auf Wildschweinjagd gehen will und scharf schießen wird".
Naja, und da bei Nacht so ziemlich alles nach einem Wildschwein aussehen (und auch klingen) kann, mussten wir das ganze Zeug wieder zurückschleppen, um letztendlich, genauso wie das andere Team, unsere Jurte am Hauptlager aufzubauen. Da wir jedoch feststellen mussten, dass für unsere Jurte Material fehlte, hätten wir im Freien übernachten dürfen, wenn die LagerOrga sich nicht letztendlich dazu durchgerungen hätte, uns im Megaset schlafen zu lassen.
Nächster Morgen: Frühstück mit warmem Kakao, dafür liebe ich diesen Stamm. Nach dem Frühstück schickte man die beiden Gruppen los, um Ort und Zeit zu erkunden. Auf unseren Wegen fanden wir erste Währungseinheiten, bronzene Kronkorken, die uns wohl auch die Zeit verraten sollten. Gegen Ende hatten wir um die 90 Stück gesammelt und uns ein wenig ein Bild von der Umgebung machen können. Irgendwie war dann auch schon Mittagszeit und nach dem Essen ging das eigentliche Spiel los.
Alle bekamen ein Lebensbändchen an den Arm, das, insofern es von jemanden aus dem gegnerischen Team abgerissen wurde, nur vom Druiden nach trinken eines (supergutschmeckendenohwieichmichandenätzendengeschmackerinnernkann) Trankes, durch ein neues ersetzt wurde.
Nun zum Hauptspiel das sich über die nächsten drei Tage zog. Es gab Händler, die irgendwo auf dem Gelände ihre Lager aufschlugen, und diese auch gerne wechselten, was hieß das man ständig auf der Suche nach ihnen war. Bei diesen Händlern konnte man Rohstoffe mit Kronkorken kaufen oder gegen andere Rohstoffe tauschen, wobei das zweite Gewinn einbrachte. Somit wanderte man ständig von Händler zu Händler um seinen Gewinn zu vergrößern. Dabei musste man natürlich darauf achten das man nicht vom anderen Team überfallen wurde, denn dem Gegner musste man alle seine Rohstoffe, die man bei sich trug aushändigen, wenn man von ihm "getötet" worden war.
So zog sich das also drei Tage hin, wobei die Rohstoffe immer teurer wurden und dementsprechend auch zwei neue Währungseinheiten eingeführt wurden. Freitags (Römerzeit) Silberkronkorken und samstags (Ritterzeit) Goldkronkorken.
Des Weiteren gab es aber noch andere Möglichkeiten zu Geld zu kommen, so wurden z.B.: schottische Spiele veranstaltet, es musste eine Sänfte für den römischen Kaiser gebaut werden, römische Geschichtsauszüge (aus Asterix und Obelix) aufgeführt werden, ein Minnegesang an die Geliebte des Kaisers gedichtet und vorgeführt werden, man musste keltische Steinkreise mit Totem bauen, Feen in dunkler Nacht von einem Feld retten und vieles mehr, bei dem es für das bessere Team jeweils Geldprämien gab.
Außerdem gab es römische Geldtransporte die man überfallen konnte, und Geister, die man bei Nacht überwältigen musste. Letzteres hat keiner geschafft da sie einfach zu viele und zu stark waren.Zu guter Letzt die finale Schlacht:
Teilnehmer: Flo, Fabi, Juli, Seppl
an das OrgaTeam: obwohl es geregnet hat... es extrem dunkel war... die Wiese voller Brennnessel war... die meisten die falschen Klamotten anhatten, da keiner wusste was kommen würde... wir gegen Ende nass, unterkühlt, ordentlich schmutzig und vor allem weil beide Teams erbarmungslos aufeinander los gegangen sind... war dies eins der epischsten Erlebnisse an denen ich teilhaben durfte!
Zu den Regeln: Anstatt Lebensbändchen gab es nun Luftballons die an die Arme gebunden wurden. Diese waren zuvor gegen die Kronkoren die man gesammelt hatte eingetauscht worden. Da wir mit 19.125 Kronkoren 1/8 mehr Kronkorken hatten als das andere Team, hatten wir dementsprechend auch mehr Luftballons. Beide Teams standen sich auf einem 15 mal 40 Meter großen Feld gegenüber und gingen in mehreren Runden mit verschiedensten Taktiken und Strategien aufeinander los. Den Rest könnt ihr euch ja denken...
Wir haben gewonnen !!!